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Waschen für Dummies (per Hand)

Mai 13, 2008 · 11 Kommentare

Da ich in meiner neuen WG leider keine Waschmaschine habe und mein Vorrat an Shirts und Shorts zur Neige ging, habe ich letzte Nacht (2:04 Uhr) spontan beschlossen per Hand zu waschen. Im ersten Bild sieht man auch schon alle Dinge, die man hierfür benötigt: 1. Schmutzige Wäsche (notfalls Mitbewohner fragen, die gucken erst komisch, haben dann aber garantiert ganze Berge irgendwo gebunkert), 2. Waschmittel (flüssig, pulverisiert, perlig, kristallig…); am besten nach Farbe kaufen: Blaues Pulver für blaue Wäsche, Rosa für Rosa, Grün für Grün etc.), 3. Ein Handwaschbecken mit Stöpsel. Schon kanns losgehen!

Schritt 1: Das Waschbecken mit heißem Wasser füllen, etwas Waschmittel in der Deckelkappe abmessen (alternativ Pulver, Perlen oder Kristalle grob schätzen) und schwungvoll hinzugießen. Merke: Doppelt hält besser, aber weniger ist mehr und letztlich schon die halbe Miete! Schaumbildung beobachten und däumchendrehend warten bis das Waschbecken gut gefüllt ist.

Schritt 2: Augen vom Schaum lösen, Daumen entknoten. Dann die Wäsche hinzugeben und kurze Zeit einweichen lassen. Mit den Händen durchkneten als wäre es ein Kuchenteig. Ja ok, dafür nehme ich auch immer einen Handrührer – aber der hat hier im Waschbecken nichts verloren. Unserer hat jedenfalls nach ein paar Minuten zischend den Geist aufgegeben… Zur Ablenkung beim Wäsche walgen am besten mal darüber nachdenken wie man davon ein Foto machen könnte, auf welchem beide Hände zu sehen sind, die Kamera aber dennoch nicht naß wird (siehe Bild).

Schritt 3: Da dachte man es wird nicht mehr anstrengender und dann das: Die Wäsche ist super naß und triefig!! Mit vertikal-verschränkten Drehbewegungen (Mathematiker-Mitbewohner kennt den richtigen Winkel) versuchen möglichst viel Wasser aus Shirts und Shorts herauszuwringen. Zu Zweit kann man daraus sogar einen Wettbewerb machen – wer schafft mehr Flüssigkeit? Leider haben alle Mitbewohner immer ganz zufällig noch dringend was zu erledigen, wenn man ihnen eine Wasch-Olympiade vorschlägt.

Schritt 4 (für Fortgeschrittene): Die feuchten Kleidungsstücke nach dem ersten Auswringen erneut mit kaltem Wasser nachspülen damit keine Seifenreste und gelösten Schmutzpartikel (die Fleckenzwerge und der Gilb lauern einfach überall) zurückbleiben. Anschließend Schritt 3 wiederholen.

Schritt 5: Um das Werk stolz den Nachbar-WGs zu zeigen, hängt man die Wäsche kreuz und quer auf dem Balkon auf. Merke: Krumpelige Wäsche trocknet lieber! Wenn kein Balkon zur Verfügung steht das Waschgut alternativ einfach an der Fensterbank festknoten. Dort solange hängen lassen bis Wind und Wetter alles durchgetrocknet haben. Fertig…puuh!

Kategorien: Chemnitz Blog
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