Bisher habe ich ja mangels Waschmaschine per Hand gewaschen. Doch das ist wie jeder sehen kann eine eher aufwendige Geschichte, vor allem wenn man größere Sachen wie Hosen oder Handtücher nicht nur sauber sondern auch trocken bekommen möchte. Also habe ich mal den Waschsalon in der Chemnitzer Innenstadt (Hartmannstr. 2) ausprobiert. Versprochen wird immerhin „schrankfertige Wäsche“ innerhalb von 60 Minuten dank „spezialentwickelter Maschinen“. Also ausprobiert und mich für Maschine 3 entschieden. Wie dieser Blogger aus Köln schon richtig beobachtet hat, ist der Waschsalon an sich ein Raum ohne Kommunikation. Niemand spricht mit dem Nebenmann. Der junge Türke nicht mit der Mutter im mittleren Alter. Die alten Herrschaften nicht mit dem Studenten der in seinem Buch blättert. Nur das brummende Rotieren der Maschinen ist zu hören. Von Zeit zu Zeit steht jemand auf um nach seiner Wäsche zu sehen. Auf der Webseite des Waschsalons wird damit geworben, dass schon viele „langdauernde persönliche Kontakte“ hier geknüpft wurden. Das müssen sehr stumme Beziehungen sein die da entstanden sind.
Dafür geht das Waschen wirklich schnell: 19 Minuten für 30°-Wäsche und nochmal 20 Minuten für den Trockner – das dauert zuhause länger. Ich räume meine Wäsche in den Koffer zurück und will gerade gehen, als doch noch ein winziges Stück Waschsalon-Kommunikation entsteht. Die Mutter im mittleren Alter fragt mich: „Könnense mir mal een zwei Euro Stück klein wechseln?“ – „Ja, Moment…hier bitte!“ Wunderbar!

1 Antwort bis hierher ↓
Stulle // Oktober 26, 2009 um 4:32 |
*lach* Ich benutze ausschließlich die Nr. 3 für das Waschen meines unförmigen Judoanzugs. Manchmal ist es schon putzig!