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Geschäfte, die es in Chemnitz nicht gibt

Chemnitzer Innenstadt mit Panflöten-Indianern
Die Panflöten-Indianer gibt es seit Ende der 90er vermutlich nur noch in Chemnitz – manche Markenläden haben es bis heute nicht in die Stadt der Moderne geschafft

Beim letzten Stadtbummel ist mir aufgefallen, dass es doch einige Markenketten gibt, die in Chemnitz einfach keine Filiale haben. Klar, es gibt H&M, Deichmann und Esprit – andere Marken fehlen dagegen komplett. Da wäre zum Beispiel die stylische Naturkosmetik-Kette The Body Shop, wo man vor allem für Frauen ganz prima Geschenke kaufen kann.  Oder Lush, eine ähnliche Kette (ebenfalls aus Großbritannien), die mit lecker riechenden Seifen und Kosmetikprodukten schon am Duft der Läden weithin erkennbar ist. In praktisch jeder halbwegs großen Stadt gibt es eine Filiale – in Chemnitz dagegen Fehlanzeige! Oder wie wäre es mit einem White Caffè Mocha beim in die Krise geratenen Kaffeeröster Starbucks? Sogar im 162.000 Seelen-Ort Osnabrück gibt es einen Laden – in Chemnitz sucht man dagegen vergeblich. Seine Studenten-WG neu dekorieren, das geht wohl am schicksten mit Artikeln von Butlers oder Das Depot. In Städten mit vergleichbarer Größe gibt es von wenigstens einem der beiden Filialisten einen Store – in Chemnitz nicht. Bei anderen Ketten wie Pizza Hut ist die fehlende Filiale in Chemnitz dagegen leichter zu verschmerzen, günstige Pizza gibt es ja als All-you-can-eat bei Allpizza an der Zentralhaltestelle oder bei Schwedische Pizza im Terminal 3. Bei den anderen Ketten fällt es dagegen schwer einen passenden Ersatz zu finden. Ihr Sortiment ist speziell,  sicher auch nicht ganz günstig, hat aber zu Recht seine Fans. Durchaus schade also, dass es die genannten Marken noch nicht in Chemnitz gibt.

Produkte, die’s bei uns nicht gibt: Imitierte Wildschweinpastete

Imitierte Wildschweinpastete in Chemnitz

Das letzte Mal hatte ich in dieser Kategorie die Kekstorte Kalter Hund vorgestellt, ein krümeliger Spaß für die ganze Familie. Diesmal geht es um ein pikanteres Produkt, welches ich bei meinem letzten Streifzug durch das benachbarte Edeka entdeckt habe: Imitierte Wildschweinpastete. Zuerst herrschte bei mir eine linguistische Verwirrung vor: Eine imitierte Pastete vom echten Wildschwein oder eine echte Pastete mit imitiertem Wildschwein? Nun bin ich ja kein großer Pasteten-Experte, aber was einen da aus der Packung anlacht, sieht doch ungefähr so aus wie man sich eine Fleischpastete vorstellt. Also doch Variante 2 mit der nachgeahmten Wildsau. Nun ist ja die Frage ob der durchschnittliche Edeka-Käufer überhaupt merken würde, dass es sich um einen Imitat-Eber handelt. Könntet ihr mir auf Anhieb sagen wie Wildschweinfleisch aussieht? Eben. Das Produkt richtet sich also demnach an Feinschmecker, die den Unterschied zwischen Wild- und Hausschweinfleisch nicht nur sehen, sondern vor allem auch ohne weiters schmecken würden. Andererseits können oder wollen sie sich keine echte Wildschweinpastete gönnen – greifen also zum optisch und geschmacklich hoffentlich ähnlichen Imitat. Ich persönlich habe mich an dieses (sicherlich köstliche) Produkt aus dem Hause PIKANT noch nicht rangetraut, ich esse auch lieber echtes Fleisch als imitiertes. Bleibt nur noch die Frage zu klären: Was ist drin wo Wildschwein draufsteht? Ich werde weiter berichten…

Nachtrag: Das Wildschweinimitat besteht aus Schweinefleisch (82 Prozent) und Speck, dazu kommen Wasser, Salz Gewürze und andere Zusatzstoffe.

Nachtrag 2: Ich habe auf der Seite des Fachmagazins der Fleischwirtschaft noch eine schöne Definition gefunden:

Imitierte Wildschweinpastete
aus gewürfeltem, mit Nitritpökelsalz gesalzenem und in Schweineblut vorgegartem Schweinefleisch hergestellte Pastete mit oder ohne Teighülle.

Klingt doch richtig lecker, oder?

Produkte, die’s bei uns nicht gibt: Kekstorte Kalter Hund

Der eine oder andere Stammleser wird sich vermutlich noch an die Rubrik „Produkte, die’s bei uns nicht gibt“ in meinem Erasmus-Blog erinnern. Ich möchte sie an dieser Stelle gerne fortführen, auch wenn sich das „bei uns“ in diesem Fall nur auf meine Heimatstadt Berlin bezieht und die vorgestellten Produkte aus Sachsen oder Thüringen stammen – trotzdem lässt sich immer wieder neues, überraschendes entdecken:

Gleich drei feststehende Begriffe zieren die abgebildete Packung des Wittenberger Keksproduzenten Wilkana: Das Produkt kann man sowohl unter dem Begriff „Kekstorte“, wie auch unter „Kalter Hund“ oder sogar „Kalte Schnauze“ im Gebäckregal des örtlichen Edeka finden. Letzterer Titel rührt wohl auch daher, dass man die Kekstorte vor dem Verzehr im Kühlschrank aufbewahren soll – vermutlich damit sie bei warmem Wetter nicht völlig wegschmilzt.

Reingeschaut und ausgepackt: Laut Anleitung stürzt man den „Kalten Hund“ am besten auf eine Platte und entledigt ihn dann seines braunen Plastefells. Nach zehn Minuten soll man dann mit einem Messer (vorher in warmes Wasser tunken!) filettieren und unverzüglich servieren.

So sieht er also von innen aus, unser Kakao-Köter: In der festen Schokoladen-Kokosfett-Mischung liegen wie Knochen ganze vier Lagen Hansa-Butterkekse. Wie ebenfalls zu sehen, ist so ein Kalter Hund eine ziemlich krümelige Angelegenheit. Klebrige Schokoladenfinger inklusive. Eigentlich wollte ich ihn ja gestern auf einen Ausflug mitnehmen, aber da bin ich jetzt ganz froh dass ich es nicht gemacht habe. Nun ist die Mitnahme von Haustieren in öffentlichen Verkehrsmitteln ja fast immer eine eher heikle Geschichte, mit diesem Krümelhund macht man sich aber in Bus und Bahn garantiert keine Freunde. Geschmacklich kann man ansonsten nicht meckern: Wie Schoko-Butterkekse in Riesenform, jetzt verstehe ich endlich warum sie in China auch Hunde essen.